StartseiteDatenbankDatenbanken ABC: SAP HANA

Zunächst ist HANA die englische Abkürzung für High Performance Analytic Appliance, zu Deutsch bedeutet es, Hochleistungsanalyseanwendung. Hierbei handelt es sich im Grunde, um eine SAP eigene Entwicklungsplattform für Softwareanwendungen. Die Datenbankanwendung besteht in diesem Rahmen aus einer In-Memory Anwendung. Ursprünglich war SAP HANA eine simple Appliance, das bedeutet, es war eine Hardware, Software Kombination, die die In-Memory-Technik nutzte und eine im Vergleich zur Festplatte wesentlich schnelleren Arbeitsspeicher für die Datenspeicherung als ein Computer lieferte. Heutzutage kann SAP Data mit einer unterschiedlichen Hardware und vor allem virtualisiert verwendet werden.

SAP S/4HANA, die erste Komplettlösung auf der Basis von SAP HANA

Im Zuge der Datenbankarbeit und Datenbankweiterentwicklung entstand im Jahre 2015 die erste Komplettlösung in der Form von SAP S/4HANA, die auf SAP HANA entwicklungstechnisch beruhte. Bei SAP S/4HANA handelt es sich, um das Produkt SAP Business Suite 4 SAP HANA, dass mit der Abkürzung SAP S/4HANA am Markt bekannt ist. Die Business Suite wurde durch die HANA Plattform leistungsfähiger konzipiert. An der ursprünglichen Version vereinfachte man das Datenmodell und integrierte die Informationslogik aus der sogenannten SAP S/4HANA. SAP konzentrierte sich auf die eigentliche Kerndatenstruktur und vereinfachte die bereits vorhandenen Anwendungen nachhaltig. SAP S/4HANA ist nachweislich die erste Komplettanwendung, die durch SAP HANA vollkommen optimiert und auf der SAP HANA Plattform basierend ebenso entwickelt wurde.

Die spezifischen HANA Anwendungen

Da es sich bei SAP HANA um eine offene Plattform handelt, bedeutet das in der Praxis, dass neue Anwendungen aufgrund der Entwicklerarbeit kontinuierlich entstehen können. Die Anwendungen hierbei sind grundsätzlich funktionsbezogen und schaffen für spezifische Probleme spezifische Lösungen. In diesem Zuge gibt es eine Reihe von Spezialanwendungen, die sich aus der Plattform heraus entwickelt haben. Gegenwärtig gibt es circa 70 dieser Spezialanwendungen auf dem Markt.

SAP Smart Business Cockpit

Hierbei handelt es sich um ein Analyse- und Reportingwerkzeug. Der Außendienst kann beispielsweise durch dieses Feature einsehen, welche Kunden laut der Auflistung noch offene Rechnungen aufweisen. Die Übersicht der offenen Posten, kurz OPOS-Listen genannt, entspricht hierbei dem aktuellsten Stand.

SAP Fraud Management

Dieses Feature wurde dafür entwickelt, um Betrug rechtzeitig zu erkennen. Sollte ein User parallel von 2 Rechnern beispielsweise auf eine Anwendung zugreifen, so gibt das System einen Echtzeitalarm ab. Die App, die hierbei Verwendung findet, kann unübliche Muster erkennen, die von üblichen Verhaltensweisen abweichen.

SAP Customer Activity Repository

Hierbei wird primär der Einzelhandel unterstützt. Der Handel kann die Kaufhistorie des Käufers durch diese Anwendung jederzeit zurückverfolgen, um ganz individuelle Angebote kundenspezifisch vorzuschlagen. Es wird des Weiteren eine vollkommene Transparenz im Bereich der Produktvielfalt erreicht. Leere Regale im Handel werden hiermit umgangen bzw. vermieden.

Es sind eigene Funktionalitäten aufgrund der Cloud-Plattform möglich.

Der Cloud-basierten SAP Plattform kann durch ihre spezielle Arbeitsweise eine Vielzahl von weiteren Anwendungen hinzugefügt werden. Diese Anwendungen entsprechen im Übrigen auch dem SAP S/4HANA Kern. Es kann darüber hinaus eine kundenspezifische Weiterentwicklung der einzelnen Anwendungen erfolgen. Ebenso ist es möglich, dass spezielle eigenständige Applikationen entwickelt werden können.

Vorteile auf einen Blick: SAP HANA

  • Es ist ein schneller Datenbankzugriff aufgrund der verwendeten In-Memory-Technologie möglich.
  • Kunden können von dem schnell schreibenden Zugriff aufgrund der Zeilenorientierung profitieren.
  • SAP HANA ist für sogenannte Big Data Lösungen optimal.
  • Aufgrund des komplexen Algorithmus kann es ebenso in Vorhersagemodellen Anwendung finden.
  • SAP HANA kann sowohl für NON-SAP Anwendungen, wie für SQL-kompatible Anwendungen verwendet werden.
  • Das Datenbankmodell verfügt über eine eigene Entwicklungsumgebung.

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